Ich habe ein Faible für Science Fiction und Retrofuturismus. Kommt beides zusammen, um so besser. Deshalb habe ich mir sofort "Weltraumschiff 1 startet" bei bei archive.org
runtergeladen (1,13 GB, in schlechterer Qualität auch bei
YouTube), nachdem ich
beim Cartoonist darübergestolpert bin.
Bei dem Film handelt es sich um einen 23-minütigen Zusammenschnitt von
Anton Kuttner aus den zu Kriegsbeginn abgebrochenen Produktionen "Zwischenfall im Weltraum" (D 1939, Bavaria, Regie:
R.A. Stemmle) und "Weltraumschiff 18" (D 1939, UFA, Regie:
Eduard von Borsody) Angesichts der Propagandafilme, die die Drei auf dem Kerbholz haben, hatte ich mich schon auf "Nazischweine im Weltall" eingestellt – was sich erfreulicherweise aber als nicht unnötig herausstellte. Stattdessen musste ich – ohne hier spoilern zu wollen – mehrfach wegen der alten Sprech- bzw. Ausdrucksweise schmunzeln und interessant auch die Mischung von visionär und dann wieder meilenweit daneben. Die Klasse von
Frau im Mond (1929, Regie: Fritz Lang) hat das Collagen-Gelöt erwartungsgemäß nicht – den SciFi-Stummfilmklassiker gibts übrigens in voller Länge (nicht restaurierte 120-minütige Fassung) bei
Google-Video.